Zweimal füllte sich der Erfurter Dom mit vielen Kinderstimmen: Rund 750 Kinder und ihre Begleitpersonen aus RKW-Gruppen, Kindergärten und Pfarreien waren am 8. und 9. Juli zur Kinderwallfahrt nach Erfurt eingeladen. Unter dem Motto „Ich bin da für dich!“ machten sie sich auf den Weg und blieben auch nach ihrer Ankunft ordentlich in Bewegung.

Beide Wallfahrtstage begannen mit einem Gottesdienst im Mariendom. Das Anspiel, gestaltet vom Team der Villa Lampe, nahm die Kinder mit hinein in die Geschichte von Mose und die Frage, was es heißt, aufzubrechen und sich auf den Weg zu machen. Für den musikalischen Rahmen sorgten RKW-Gruppen aus den Pfarreien Bischofferode und Ershausen. Viele Kinder waren selbst Teil des Gottesdienstes und machten aus dem großen Dom einen lebendigen Ort des gemeinsamen Feierns und Singens.

Anschließend verlagerte sich das Geschehen auf die Severiwiese und in die Severikirche. Draußen war Bewegung gefragt: Eine große Hüpfburg gehörte an beiden Tagen zu den unübersehbaren Anziehungspunkten. Beim Kinder-Cheerleading mit anspruchsvollen Tanzchoreografien konnten die Kinder neue Bewegungen ausprobieren. Das Team der Villa Lampe brachte mit bunten Bastelaktionen und Riesenseifenblasen ein kreatives Angebot mit.

Wer es etwas ruhiger mochte, konnte im Märchenzelt den Mose-Geschichten der Medienstelle lauschen oder in der Severikirche auf Entdeckungstour gehen. Bei einer Kirchenrallye galt es, Quizfragen zum Kirchenraum zu lösen. Daneben gab es die Möglichkeit zur Einzelsegnung, eine Fürbittstation und ein Helfenden-Memory. In einer Galerie sammelten die Kinder auf Papier Worte und Taten, mit denen Menschen einander helfen können. So wurde aus vielen einzelnen Ideen im Laufe beider Tage ein immer größeres gemeinsames Bild.

Das Team vom Christophoruswerk stärkte die kleinen Besucher:innen mit leckerem Mittagessen, während am Stand der Malteser Jugend Erste Hilfe ausprobiert werden konnte. Zwischen den Stationen blieb außerdem Zeit, Freunde zu treffen, Neues auszuprobieren und gemeinsam die Severiwiese zu erobern. Auch Bischof Dr. Ulrich Neymeyr kam mit den Kindern ins Gespräch.

Um 13 Uhr kamen schließlich noch einmal alle zum gemeinsamen Abschluss und Segen zusammen. Danach machten sich die Gruppen wieder auf den Heimweg. Vielleicht auch mit einer Idee davon, was Moses Geschichte heute bedeuten kann: nicht stehen zu bleiben, sondern loszugehen und darauf zu vertrauen, dass Gott mitgeht.

Unterstützt wurde die Kinderwallfahrt in diesem Jahr vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken, welches die Veranstaltung im Rahmen seiner Projektförderung finanziell begleitete.


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